Phytotherapie

Das Wort Phytotherapie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Pflanzenheilkunde. Sie ist eine der ältesten Heilverfahren, die von Menschen praktiziert wird. „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“, sagte bereits Sebastian Kneipp. Wildlebende Tiere suchen sich instinktiv Gräser, Wurzeln, Beeren, Rinden und Ähnliches bei Schmerzen oder Unwohlsein. Mit dem Wissen und der Technik der heutigen Zeit sind die Wirkmechanismen von vielen Pflanzen belegt.

Anwendungsformen in der Phytotherapie sind Extrakte, Pulver, Tinkturen, Kapseln, Tabletten, Tees, Wickel oder ätherische Öle. Leider kommt es immer mehr in Mode, wahllos Kräuter ins Futter zu mischen. Nur sind viele Kräuter schlicht und ergreifend Medikamente. Würden Sie täglich eine kleine Dosis Antibiotika oder Ähnliches in ihre Lebensmittel geben? Wohl kaum! Richtig angewendet jedoch sind sie eine große Hilfe zur Genesung. Und ähnlich ist es mit der Gabe von Kräutern. Hier gibt es vieles zu bedenken.

Manche Kräuter sind, je nach Dosis und Dauer der Gabe, nieren- oder lebertoxisch, andere bereiten Herz- oder andere Probleme. Manche Kräuter sind für Hunde gut, für Katzen oder Pferde aber lebensbedrohlich. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich. Wie gesagt: Man muss Kräuter richtig anzuwenden wissen, um ihre heilende Wirkung zur Entfaltung zu bringen.